Wer sind wir?
Lyme Schweiz ist eine gemeinnützige Organisation, die 2024 von Betroffenen und ihren Angehörigen für andere Betroffene gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, aktuelles Wissen über durch Vektoren übertragene Krankheiten (Borreliose, Bartonellose, Babesiose) zu vermitteln, um Betroffenen ein besseres Verständnis ihrer Erkrankung und deren Behandlung zu ermöglichen.
Seit 30 Jahren herrscht ein Meinungsstreit um die chronische Lyme-Borreliose, der Betroffenen großen Schaden zugefügt und die Diagnose einer Borreliose oder einer Koinfektion (Babesia und/oder Bartonella) verhindert hat. Ihre Versorgung und Behandlung wurden dadurch um Jahrzehnte verzögert. Ein Abgrund unnötigen Leids.
Seit dem 29. Mai 2026 besteht zwischen dem US-amerikanischen Gesundheitsministerium (HHS) und der International Lyme and Associated Diseases Society (ILADS.org) eine öffentlich-private Partnerschaft. Diese stellt implizit die Leitlinien der Infectious Diseases Society of America (IDSA) und damit auch die der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) und der Schweizerischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten (SSI) in Frage.
Die USA stützen sich nun bei der Diagnose und Behandlung von Patienten auf die Expertise und Empfehlungen der ILADS. Lyme Suisse arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 2024 mit der ILADS zusammen und nimmt jährlich an dem ILADS-Kongress teil. Dadurch ist Lyme Schweiz die in der Schweiz aktuellste Organisation, was die neuesten nordamerikanischen Innovationen in der Diagnostik und Therapie der drei Bs (Borrelia, Babesia, Bartonella) betrifft.
Zertifizierung ILADS 2024
Zertifizierung ILADS 2025
Zertifizierung ILADS 2026
Was sind unsere Ziele?
1. Information für Betroffene zugänglich machen
Die meisten Inhalte über vektorübertragene Krankheiten sind meist englischsprachige, wissenschaftliche Publikationen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Literatur zu vereinfachen, zu verdichten und zu übersetzen.
Eines unserer Hauptziele ist es, den Patienten das nötige Wissen zu vermitteln, um ihre Situation zu verstehen. Somit können sie bei Entscheidungen über ihre Diagnosen und Behandlungen mitwirken. Dieses Wissen ermöglicht Betroffenen und Angehörigen, sich für eine Verbesserung einzusetzen oder diese einzufordern.
2. Direkte Unterstützung für Erkrankte anbieten
Der Austausch mit anderen Patienten ist bei chronischen Krankheiten hilfreich. Wir bieten eine Plattform für das Teilen von Erfahrungen und Empfehlungen. Wir unterstützen Menschen, die sich in einer therapeutischen Sackgasse befinden.
3. Information an medizinische Institutionen in der Schweiz weitergeben
Ein weiteres Ziel ist es, das Interesse des medizinischen Fachpersonals, der Gesundheitsbehörden und der Ausbildungsinstitutionen für neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu wecken – insbesondere für die Anerkennung der Chronizität und neuer Therapieansätze.
4. Menschen in prekären Situationen unterstützen
Viele Menschen in prekären Situationen (finanziell, intellektuell oder psychisch) sind nicht in der Lage, die Literatur zu verstehen oder sich Konsultationen bei spezialisierten Ärzten zu leisten. Sie können sich weder moderne Testverfahren, noch damit verbundene Behandlungen leisten.
Lyme Suisse möchte einen Hilfsfonds einrichten, um Menschen, die an einer oder mehreren dieser vektoriellen Krankheiten leiden, direkt zu unterstützen – sei es bei Jugendlichen mit psychiatrischer Betreuung, die nie finanziell unabhängig waren, oder bei Personen, die aufgrund der zahlreichen einschränkenden Symptome ihre Arbeit verloren haben.



